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Hochzeit in Grün-Weiß mit Oldtimer und Brautentführung

Am Wochenende haben wir eine traumhafte Winterhochzeit in grün-weiß begleitet.

Ende letzten Jahres lernte ich die Beiden kennen. Sie haben sich eine Teilplanung von mir gewünscht. Besonders wichtig war ihnen die Betreuung am Tag der Hochzeit, der sogenannte Zeremonienmeister. Bei mir ist im Zeremonienmeister die Dekoration der Location und der Kirche enthalten. Darüber hinaus haben wir die Locationsuche, die Organisation der Party und die Gestaltung der Papeterie (Einladungs-, Danksagungskarten, Saalplan) übernommen.

Dekoration beginnt

Dekoration am Tag vor der Hochzeit

Am Tag vor der Hochzeit wollte das Brautpaar mit mir zusammen die Location dekorieren. Da ich selber an dem Tag nicht dabei sein konnten, sind zwei meiner Mitarbeiterinnen vor Ort gewesen, um das Paar zu unterstützen.

Auch die Brauteltern und ein Freund des Paares waren dabei und halfen tatkräftig mit.

Einige Wochen zuvor hatten wir in einem Dekogespräch mit der Floristin besprochen, wie die Tischdeko aussehen soll. Das Brautpaar hatte auch schon grüne Stumpenkerzen besorgt, die sie unbedingt in die Tischdeko einbauen wollten.

Der Saalplan wurde von mir ausgedruckt, ausgeschnitten und auf einen schönen Hintergrund geklebt. In einem weißen Rahmen und auf einer Staffelei sah er elegant und edel aus.

Die Stuhlhussen waren schon in die Location geliefert worden und wurden von den Anwesenden über die Stühle gezogen. Hierfür sollte man immer genügend Zeit einplanen. Bei hundert Gästen braucht eine Person zwei Stunden ohne Schleifen und drei Stunden mit Schleifen.

Da einige Babys und (Klein-) Kinder ebenfalls am Hochzeitstag dabei waren, organisierte ich drei schöne, weiße Hochstühle. Diese brachte ich schon einige Tage vorher zur Location.

Um die Kinder über den Abend zu unterhalten, haben wir einen Kindertisch in den Saal integriert, der mit Spielsachen und Malutensilien ausgestattet war.

 

Blumendekoration

Einiges von der Dekoration brachte uns die Floristin, die ich empfohlen hatte, vorbei. Sie half uns ebenfalls beim Dekorieren. Neben den Stumpenkerzen hatte das Brautpaar sich um die Namensschilder und Menükarten, die wir bestellt hatten, gekümmert. Die Transparentpapiere, auf denen die Karten gedruckt worden sind, mussten nämlich noch um ein Teelichtglas gelegt und geklebt werden.

Runde Spiegelplatten wurden auf die runden Tische gelegt und eine lange längliche auf den rechteckigen Brautpaartisch. Die Stumpenkerzen wurden in einen Efeu-Kranz in die Mitte der runden Platten gestellt.  Kleine Blümchen gaben der Kerze einen effektvollen Rahmen. Weiße Rosen in unterschiedlichen Größen, weiße Ranunkeln und grüne Pflänzchen.

Um der eher rustikalen Location mehr Glamour zu verleihen, brauchte es noch ein paar effektvolle Dekoartikel. Wir haben daher neben der Spiegelplatte, die Tische mit geschliffenen Diamantsteinchen dekoriert.

Der Brauttisch wurde zusätzlich noch mit ein paar Schneeglöckchen bestückt.

So entstand eine grün-weiße Dekoration ganz nach der Vorstellung des Brautpaares.

Hochzeitsdekoration in grün-weiß

Die Braut hatte sich auch ein Brautverziehen am Hochzeitstag gewünscht. Daher platzierten wir in einer gemütlichen Tenne, die zur Location gehört, Papierlichtertüten mit LED Teelichtern auf den Tischen. Diese sorgten für die passende Stimmung.

Damit war unsere Arbeit am Tag vor der Hochzeit getan. Am nächsten Tag konnten wir uns also entspannt um die Dekoration der Kirche und die ganze Feier und Trauung kümmern.

 

Um neun Uhr an der Kiche zum Dekorieren

Am nächsten Tag bin ich direkt zur Kirche gefahren, um diese auch zu dekorieren. Dort traf ich wieder zwei meiner Mitarbeiterinnen. Die Blumendeko für dort hatte ich zuvor noch von der Floristin abgeholt. Auch sie war wieder in den Farben grün und weiß gehalten. Außerdem brachte ich noch einige andere Dinge für die Trauung, die Autodeko, den Brautstrauß, das florale Ringkissen und den Bräutigamsanstecker mit.

Es war eine sehr moderne, evangelische Kirche, die sehr hell und ringsum mit verglasten Schießscharten ausgestattet war. Die Schießscharten haben wir als Dekofläche genutzt und darin herabhängende Blumengestecke platziert. An den Gang durch den der Bräutigam, die Braut und die anderen Gäste schritten, stellte ich weiße Stangen auf, die mit Bändern und Blumen dekoriert waren.

Über die Stühle des Brautpaares zoge ich auch noch zwei weiße Hussen, damit auch hier alles optisch zusammenpasst und schön elegant aussieht. Der Altar wurde mit einem schönen Blumenstrauß in einer grünen Vase dekoriert.

Die Kirche

Da sich das Brautpaar eine eigene Musikliste erstellt hatte, baute ich auf der Empore einen CD Player mit Lautsprechern auf. Eine CD mit ihren Lieder hatte ich vorab auch schon gebrannt und auch das Brautpaar hatte uns eine mitgegeben. So konnte auch wirklich nichts schiefgehen. Auch der Soundcheck hat einwandfrei funktioniert.

Hier war meine Arbeit getan. Die Dekoration war fertig. Nun konnte der große Tag auch wirklich beginnen.

 

Footoshooting, Oldtimer und Trauung

Das Brautpaar hatte sich gewünscht, dass ich bei dem Paarshooting von den beiden mit dabei sein sollte, da ich mich vor Ort sehr gut auskannte. So fuhr ich also noch vor der Trauung zu ihnen. Der Bräutigam sah in seinem Anzug und grüner Krawatte schick aus und die Braut strahlte in ihren weißen Hochzeitskleid mit grünem Taillenband und dem traumhaften Styling.

Geplant waren Bilder vor einem Schloss zu machen. Leider war es dann doch sehr kühl an dem Tag, obwohl die Sonne schien und man sich für Februar kaum ein besseres Wetter wünschen kann.

Um rote Nasen und frieren zu vermeiden wechselten wir schnell in die Alternativlocation und gingen in ein Flugzeugmuseum. Hier entstanden außergewöhnliche und spektakuläre Bilder vom Brautpaar.

Eingestimmt haben wir uns mit einem Gläschen Prosecco, die ich für das Brautpaar und den Fotografen besorgt hatte. Und natürlich auch für mich. 😀

Die Fahrt zur Kirche

Nach dem Fotoshooting wurden die Beiden von einem Oldtimer VW Bulli abgeholt und zur Kirche gefahren.

Oldtimer

Ich hatte mich ein wenig eher auf den Weg gemacht, damit ich die Gäste in der Kirche schon begrüßen konnte und um mit dem Pfarrer noch alles zu besprechen.

Kaum dort angekommen, kamen auch schon die ersten Gäste. In ihren Abendkleidern sahen sie alle sehr elegant aus.

Der Pfarrer war auch schon vorbereitet und machte einen sehr sympathischen Eindruck. Während die Gäste nach und nach eintrafen, unterhielt ich mich noch ein bisschen mit ihm. Er teilte mir dabei mit, dass er die Band auf der Gitarre während der kirchlichen Trauung begleitet. Ich war begeistert und überrascht zugleich.

Die Blumenkinder erhielten Blumenkörbchen mit unseren Seidenblüten (Tipp: das Streuen von Reis oder echten Blüten ist in (fast) allen Kirchen verboten).

 

Dann traf das Brautpaar ein.

Mit dem Song „I really like you“ tanzten sie gemeinsam mit ihren Trauzeugen in die Kirche. So brachten sie sofort etwas Stimmung in den Saal.

Eine Freundin des Brautpaares sang ebenfalls zwei Lieder, die die Herzen der anderen Gäste rührten.

Außer, dass der Pfarrer, der eine sehr persönliche Trauung abhielt, vergaß, die Fürbitten vorlesen zu lassen, lief alles nach Plan. Nach etwa einer Stunde war das Paar dann auch kirchlich verheiratet und zog aus der Kirche aus.

Während der Trauung habe ich das Auto mit zwei Herzen, bestehend aus Schleiergraut und grün, dekoriert.

 

Nach der Trauung ist vor der Feier

Nun hieß es für mich abdekorieren.

Während das glückliche Brautpaar von ihren Gästen umringt und beglückwünscht wurde, sammelten wir den größten Teil der Dekoration in der Kirche wieder ein und verstauten sie in meinem Auto.

Da wir vor den Gästen in der Location sein wollten, mussten wir uns etwas ranhalten. Die etwa dreißigminütige Fahrt ging schnell vorbei und dort angekommen, überprüften wir noch einmal kurz, ob alles soweit stimmte. Die Band war auch schon dort und baute alles auf und das Catering der Location war im vollen Gange.

Dann kamen auch schon die ersten Gäste in der Location an.

Draußen auf der Terasse fand der Sektempfang statt. Doch da es etwas frisch war, kamen die Gäste ganz schnell in den Saal.

Dekoration Brauttisch

Nachdem alle Gäste eingetroffen waren und mit unserer Hilfe ihre Plätze gefunden hatten, schnitt das Brautpaar die Hochzeitstorte an. Die vierstöckige Etagere war weiß und im Bogen gestaltet. Auf jeder Platte war ein anderer Kuchen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war. Außerdem haben einige Gäste auch noch selbstgebackene Kuchen mitgebracht. Die Hochzeitstorte hatte eine befreundete Konditorin mit viel Liebe angefertigt. Den Abschluss bildete ein modernes Porzellan-Brautpaar.

Da sich die Band für die Brautentführung vorbereiten musste, übernahm ich die Moderation des Tortenanschnitts.

Die Band spielte die ersten Lieder und ich lief herum und fragte, ob alle Gäste zufrieden sind. Die Kinder malten am Kindertisch und auf dem Weddingtree, einer Art des Gästebuches, hatten sich auch schon die ersten Gäste mit ihren Fingerabdrücken verewigt.

Tipp: Um den Weddingtree ansprechender zu gestalten, wählt nur wenige Farben, die zueinander und in eure Wohnung passen.

Weddingtree Gästebuch

 

Brautentführung

Um es kurz zu sagen wird bei diesem Brauch die Braut i.d.R. vom Trauzeugen „entführt“ und der Bräutigam muss sie finden und auslösen.

Bei unserem Paar sollte es nur symbolisch sein, denn der Bräutigam wusste schon, wo die Braut hingebracht wurde. In der Tenne kamen die ganzen Gäste dann wieder zusammen. Die Band spielte Schlager und die Gäste tranken Wein oder Wasser.

Der Bräutigam musste seine Braut auslösen, indem er ihr ein paar Ständchen sang. Nach einigen Trinkspielen war die Stimmung schon entsprechend aufgereizt.

 

Danach ging es dann zurück in den Festsaal.

Der gemütliche Teil des Abends begann mit einem 4-Gang-Menü (zwei Hauptgerichte standen zur Auswahl). Dazu wurden dann je zwei Rot- und Weißweine, Bier und Softdrinks serviert. Die Kinder wurden mit einem vorher besprochenem Kindermenü versorgt.

Die Gesellschaft war nicht sehr redefreudig, denn Reden gab es keine. Dafür wurde dann auch sehr schnell der Tanz eröffnet.

Später am Abend hatte der Trauzeuge nach meiner Anregung ein Spiel moderiert, das ich „Reise-Nach-Jerusalem in verschärfter Form“ nenne. Hier müssen die teilnehmenden Spieler nach Ende der Musik nicht nur möglichst schnell ihren Platz wieder finden, sondern auch einen angesagten Gegenstand aus dem Publikum besorgen.

Beliebte Gegenstände sind Schnürsenkel, Lippenstiffte, Sonnenbrillen, Obs, Toilletpapier oder sogar BHs. Und so war es auch, sie mussten BHs besorgen. Die Verlierer müssen im kommenden Jahr einen Gutschein fürs Brautpaar einlösen. Schön finde ich eine Einladung zum Grillen oder zum Glühwein trinken. Einmal Fensterputzen, Autowaschen etc.

Diese Einlage ist nicht nur unterhaltsam für die Spieler, sondern bindet auch die gesamte Gesellschaft mit ein. Daher ist es der ideale Wachmacher für jeden noch so bayrischen Bierbanksitzer.

Es geht langsam dem Ende zu.

Beim Brautstraußwurf passierte das, was in 50% der Fälle passiert: die Braut warf ihn zu hoch, trotz meiner Ermahnung ihn flach zu werfen. Er knallte gegen die Decke und verlor dabei einige Rosenköpfe. Trotzdem schaffte es eine heiratswürdige Kandidatin sich ihm entgegen zuschmeißen und ihn aufzufangen.

Gegen Mitternacht wurde noch ein schönes Abschlusslied gesungen, bei dem sich die Gäste um das Brautpaar aufstellten. Das Abschiedslied bildete den offiziellen Abschluss der Feier, was aber nicht bedeuten soll, dass das Fest damit zu Ende war. Viele blieben noch länger und tanzten oder unterhielten sich noch.

Das Fest vergeht leider wie im Flug.

Blumendekoration in grün-weiß

Am nächsten und übernächsten Tag steht leider nur noch die traurige Aufgabe das Abdekorierens für mich an. Neben dem Abziehen und Zurückschicken der Stuhlhussen, müssen auch alle Dekoelemete zur Floristin zurück.

Ich bin also immer noch ein/zwei Tage nach der Hochzeit damit beschäftigt, alles an Ort und Stelle zu befördern.

Fazit

Wenn ihr also schon mitten in der Planung seid, aber in bestimmten Punkten nicht weiter kommt, macht die Buchung eines Hochzeitsplaners auch Sinn. Der Weddingplaner unterstützt euch also nicht nur mit einer Komplettplanung, sondern auch mit einer Teilplanung.

Selbst wenn alles geplant ist, entlastet euch der Weddingplaner am Tag eurer Hochzeit gerne und koordiniert alle Überraschungen und Dienstleister für euch. Eure Trauzeugen, die ja oft die ein oder andere Überraschung oder Rede für euch vorbereiten, haben am Tag der Hochzeit auch so schon genug zu tun.

Wir wünschen dem Brautpaar auch weiterhin alles Gute für ihre gemeinsame Zukunft!

Euer Team von

Andrea Francesca moments

 

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